tageszeichnung - motto
kritzeln statt surfen
zeichnung statt zeitung
noch vor kurzem ging ich jeden tag zu fuss zur stadtgärtnerei. ich liebte es, mich in der ruhigen pergola in einen der orange-roten stühle zu setzen und verschiedene pflanzen und blüten zu studieren. dann brachte das leben veränderungen und ich suche jetzt andere orte auf. und wer weiss, wohin die nächste änderung mich bringen wird ...
vom gedicht verblüht existiert eine audioversion (link, bitte über kopfhörer anhören): stimme: frank wartenweiler, harfe und arrangement: veronika ehrensperger. weitere vertonungen von poesie, haikus und texten auf der seite poems + haikus (audio) (link)
faszinierend wie die farben der kleinen lichter am wegrand von einem einst zarten rosa in blasses ocker übergehen und fast bei schwarz enden, als würden sie trauer tragen ...
für glück brauche ich keine grosse reise zu unternehmen. es ist überall, gratis, ganz nah, in der betrachtung von unscheinbaren blüten am strassenrand in meinem quartier, im nächsten atemzug, im nächsten schritt ... hier hatte ich ausserdem das glück, das noch nasse aquarell unmittelbar vor einem wolkenbruch nach hause ins trockene retten zu können
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| magnolie |
ein sonniger tag, der wärme verbreitet. ich schaffe es zum friedhof sihlfeld, wo der frühling blüht. die magnolien jedoch sind bereits am verblühen. beim malen und zeichnen hier finde ich frieden. wunderbar die weite im geäst der hohen bäume in den alleen. der weg nach hause ist zwar nicht weit, aber die krankheit bestimmt, dass es weniger ein gehen ist als ein sich nach hause schleppen. heute nehme ich es so, wie es halt ist, gelassener als sonst, und bin froh, als ich heil zu hause ankomme. vielleicht geht es derzeit gerade darum, dass ich diesen weg des raschen verfalls in frieden gehe
wenn ich dereinst nicht mehr bin, dann sucht mich nicht auf einem friedhof. dort werde ich nicht sein. sondern ...
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| Magnolie |