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freude an der farbe - lichtraum des meeres

 

 

ich dachte beim malen ans meer, das ich nicht mehr sehen werde. ich mag es bei stürmischem, wildem wetter, wenn der wind mir die haare zerzaust, während ich auf einer promenade dem wasser entlang gehe oder auch wenn ich es von weit oben von einem schmalen pfad aus unter mir brodeln und schäumen sehe

freude an der farbe - sich verlieren in orange

 

 

während ich male, rücken die krankheit mit ihren schmerzen und die müdigkeit in den hintergrund. ich verliere mich in der farbe. danach ist das leid jedoch schnell wieder da und erinnert hartnäckig an mein ende. ist das schlimm? wenn ich kaum mehr gehen kann, ist auch das bedürfnis nach den einstigen wunderbaren wanderungen verschwunden. sie sind so unvorstellbar geworden, dass ich ihnen zeitenweise nicht einmal mehr nachtrauere. dieses bedürfnis ist reichlich gestillt worden

freude an der farbe

 

lichtraum von frühlingsblüten

 

nicht nur schwierig zu malen, noch viel schwieriger das foto vom gemälde: es ist kaum fähig, das gemälde adäquat wiedergeben: die vibrierenden klänge von weiss und ganz zarten rot-, rosa- und blassen gelbtönen sind original viel differenzierter. man sieht sie besser, wenn man das foto zoomt

freude an der farbe - weitere winterklänge an einem bisentag

 


eva fiel ein gedicht ein zu diesem bild, ein gedicht über einen magnolienbaum noch vor der blütenzeit - wie schön, wie gut dies dem herzen tut

freude an der farbe

 

 

doch tatsächlich: ich sah winzige in hellem gelb leuchtende blüten in einem busch am wegrand

erneut freude an den farben des winters

 


beim herumgehen mit den augen von mark tobey schauen und schon entstehen danach wunderbar farbige bilder zum winter - natürlich offenbart sich diese farbigkeit zu jeder anderen zeit ebenso: es geht darum, sie zu sehen ... und dies inspiriert mich zu einer eigenen serie freude an der farbe

mitten im winter: freude an der farbe

 


 

rundum ist es grau, vor allem in der stadt. doch dort am anderen ende eines parkplatzes scheint die sonne in die äste einiger büsche und ich nehme diesen eindruck in mich auf, um ihn in etwa so umzusetzen, wie es mark tobey uns gelehrt hat. und dann ist da noch das immergrün ...

ein experiment inspiriert ...

 


... von der sichtweise von mark tobey, der, während er um sich schaute, in allem muster erblickte: liniengebilde in pflanzen, strukturen in steinen oder den fenstern von new york, wellenlinien im wasser und seinen spiegelungen

erster besuch im kunstasyl

the blue window

 

wo die stadt ausebbt und schnurgerade strassen nirgendwohin mehr führen, da findet sich am rande einer dieser strassen auf einer brachfläche der werkplatz basislager, darin hinter wild wachsenden pflanzen gut verborgen das kunstasyl, offen für jedefrau und jedermann ...